Lieblings-E-Musik-Werke, die weder Sinfonien noch Opern sind
Amériques
Edgar Varèse
Eigentlich denke ich oft, dass "Arcana" das bessere Stück ist, aber immerhin war "Amériques" das erste, das ich von Varèse gehört habe...
Carmina Burana
Carl Orff
In moralisch-ethischer Hinsicht muss man Orff zwar verachten - allein schon wegen seiner Bereitschaft, für die Nationalsozialisten einen "arischen Sommernachtstraum" zu komponieren -, aber als Komponist hatte er schon was auf dem Kasten...
Concerto Grosso Nr. 3
Alfred Schnittke
Das Stück wurde 1985 komponiert; die erste Minute klingt, als habe man das verschollen geglaubte siebente Brandenburgische Konzert entdeckt, doch dann schlagen die Röhrenglocken, alles fällt "mahlerisch" in sich zusammen und Schnittke erweist sich als würdiger Erbe Schostakowitschs...
Kantate BWV 198
"Laß, Fürstin, laß noch einen Strahl" (Trauer-Ode)
Johann Sebastian Bach
Seit ich vor Jahren mal ein Referat über dieses Stück und seine Beziehungen zur verschollenen Markus-Passion gehalten habe, gehört es zu meinen liebsten Bach-Kompositionen.
Klaviersonate Op. 13
("Pathétique")
Ludwig van Beethoven
Ich habe dieses Stück mal für großes Orchester bearbeitet und konnte es einst sogar relativ passabel spielen...
Konzert in E für Maultrommel, Mandora und Orchester
Johann Georg Albrechtsberger
Wie hier die "Bauerninstrumente" in ein echt klassisches Konzert samt Kadenzen und allem Pipapo integriert werden, ist wirklich extrem witzig.
Konzert für Orchester
Witold Lutoslawski
Nichts gegen Bartók, aber ich mag Lutoslawskis Konzert lieber.
Konzert in Es für Kammerorchester
("Dumbarton Oaks")
Igor Strawinsky
Dieses 1938 entstandene Stück ist eine äußerst geistreiche und unterhaltsame Parodie des barocken Concerto Grosso.
Die Kunst der Fuge, BWV 1080
Johann Sebastian Bach
Das Lied von der Erde
Gustav Mahler
Natürlich könnte man das Stück auch ohne Skrupel als Sinfonie ansehen, muss man aber nicht...
Messe in h-Moll
Johann Sebastian Bach
Obwohl viele an diesem Werk die mächtige Erhabenheit schätzen, habe ich es vor allem durch die kammermusikalische Innigkeit der Interpretation von Sigiswald Kuijken mit La Petite Bande lieben gelernt.
Der Nussknacker Op. 71
Peter Tschaikowsky
Hier fällt mir plötzlich eine Anekdote ein, die zwar nichts mit dem Stück zu tun hat, aber durchaus ein Schmunzeln hervorrufen dürfte: Ich stand einst in einem Buchladen, als mich eine russische Frau um Hilfe bat, die im Romanregal unter "C" verzweifelt nach einem berühmten russischen Autor suchte - ich konnte ihr helfen, indem ich ihr erklärte, dass man Tschechow im Deutschen mit "T" schreibt...
Oedipus Rex
Igor Strawinsky
Peer Gynt
Edvard Grieg
Eine hübsche Bühnenmusik voller Ohrwürmer aus der Fernsehwerbung...
Pulcinella
Igor Strawinsky
Das 1920 uraufgeführte Werk ist eines der spannensten der Musikgeschichte, wie ich finde; was Strawinsky hier - manchmal mit einer schier unglaublichen Zurücknahme seiner Person - aus Vorlagen von Pergolesi, Carlo I. Monza, Graf U. Wilhelm van Wassenaer und anderen gemacht hat, klingt auf faszinierende Weise zugleich modern und altertümlich.
Streichquartett in Es-Dur Op. 127
Ludwig van Beethoven
Die späten Streichquartette gehören eindeutig zum Besten, was Beethoven komponiert hat.
Streichquartette Op. 76 Nr. 1-6
Joseph Haydn
Eigentlich gehören fast alle Haydn-Quartette zu meinen Lieblingswerken, aber ich denke, diese sind meine allerliebsten.
Streichquartett Nr. 3 Op. 73
Dmitri Schostakowitsch
Dieses Quartett ist in etwa zur gleichen Zeit entstanden wie die neunte Sinfonie und klingt ebenso frech und neoklassizistisch.
Streichquartett in d-Moll D 804
"Der Tod und das Mädchen"
Franz Schubert
La Valse
Maurice Ravel
Immer, wenn ich ein Stück von Ravel höre, frage ich mich, ob er nicht vielleicht doch der beste Komponist aller Zeiten war - zumindest war er einer der großartigsten Instrumentierer, die ich kenne.