LARS J. LANGE


Komponist, Arrangeur, Musiker, Autor

 

Lieblings-Populärmusik-Alben

Es sei erwähnt, dass ich mir selbst die Einschränkung auferlegt habe, von jedem Interpreten nur ein Album zu nennen, um die Liste so kurz wie möglich zu halten...

10

The Stranglers

Als ich dieses Album auf Parties in den frühen Neunzigern aufgelegt habe, dachten Leute, die die Stranglers nicht kannten: "Wow! Lars hat einen außergewöhnlichen Musikgeschmack!" Zumindest dachte ich, dass sie das dachten, und das ist genug für mein Ego...

12 Songs

Neil Diamond

Ich liebe auch die opulenten Arrangements des Vorgängers "Three Chord Opera", aber Rick Rubin hat es, ähnlich wie zuvor bei Johnny Cash, geschafft, die Quintessenz aus Neil Diamond zu destillieren.

69 Lovesongs

The Magnetic Fields

Erwartungsgemäß sind bei 69 Stücken nicht alle Songs gleich grandios, das Album als Ganzes ist es aber in jedem Fall!

Absolution

Muse

Achtung Baby

U2

Für mich eindeutig der Höhepunkt im Schaffen der Band - das Album vereint das typische Pathos mit dezenten Industrialelementen, und das ergibt einen prima Sound mit tollen Songs.

All You Need Is Now

Duran Duran

Mit diesem Album ist Duran Duran endlich wieder einmal ein richtig großer Wurf gelungen - für mich ihr bestes Werk seit dem sogenannten "Wedding Album" von 1993. Die Produktion von Mark Ronson lässt die Songs in einem zeitgemäßen Gewand erklingen, Duran Duran verleugnen dabei aber nie, dass sie im Grunde ein Kind der 80er Jahre sind - eine spannende Mischung!

American Slang

The Gaslight Anthem

Die Band klingt ein bisschen so, als hätten die Killers zuviel Ramones gehört und dann ihre liebsten Springsteen-Songs gecovert...

Appetite For Destruction

Guns N' Roses

Archaeology

The Rutles

Die Rutles wurden, ähnlich wie Spinal Tap, für einen Film gegründet, nämlich für die wunderbare Beatles-Parodie "The Rutles - All You Need Is Cash" - für alle Freunde der Beatles und des Humors von Eric Idle eine dringende Empfehlung, allein schon wegen der vielen liebevollen Songparodien, die Neil Innes für den Soundtrack geschrieben hat. Dieses Album hier ist nun wiederum so etwas wie eine Parodie der Anthology-Box der Vorbilder: Die Rutles haben sich mehr als eine Dekade nach dem Film noch einmal zusammengefunden und ein paar hübsche neue Songs aufgenommen. Ich zitiere aus dem Booklet: "Nevertheless, while we'd like to make the most of it and take all the credit - we would like to thank four other guys without whom..."

As Time Goes By

Bryan Ferry

Nichts gegen Bryan Ferrys eigene Songs - schließlich erscheinen auch Roxy Music in dieser Liste -, aber wenn er Songs covert, ist das immer ein großartiges Erlebnis. Höhepunkte sind die drei Cole Porter-Songs.

Bad Love

Randy Newman

Ein wunderbar sarkastisches und toll arrangiertes Album. Großartig ist das Ende von "Shame", wo Randy Newman zu den Background-Sängerinnen sagt: "Will you stop that please, I'm trying to talk to someone."

Blood & Chocolate

Elvis Costello & The Attractions

Natürlich könnte ich auch "King Of America" oder "Imperial Bedroom" oder "Mighty Like A Rose" oder "The Juliet Letters" oder "Brutal Youth" nennen, aber dieses Album ist momentan mein Liebstes des einzig wahren Elvis.

Blood On The Tracks

Bob Dylan

Auf dem alten Markt in Prag habe ich mal zwei sehr witzige und unterhaltsame Musiker gesehen, die neben ihrem eigenen Hit "Put Some Money In The Hat" unter anderem "Tangled Up In Blue" gesungen haben - daran werde ich immer erinnert, wenn ich dieses Album höre.

Bloodflowers

The Cure

Ein atmosphärisches und dichtes Album, das von Sound und Songwriting her an "Disintegration" anknüpft.

Born In The U.S.A.

Bruce Springsteen

Als ich im Stadtrandheim Tempelhof auf der Insel Schwanenwerder meinen Zivildienst als Gärtner und Hausmeister ableistete und einmal pro Woche ca. 10 Hektar Wiese mähen musste, habe ich dabei immer gern dieses Album gehört - es ist halt echte Arbeitermusik...

Broadway The Hard Way

Frank Zappa

Einer der Höhepunkte des live eingespielten Albums ist Stings Gastauftritt bei "Murder By Numbers"; in der Ansage behauptet Sting auch, den Song geschrieben zu haben - im Booklet von "Synchronicity" steht allerdings: "Words by Sting & Music by Andy Summers"...

Cassadaga

Bright Eyes

The Chemical Wedding

Bruce Dickinson

Was Bruce Dickinson ohne Iron Maiden (aber mit dem dort ebenfalls ausgestiegenen Adrian Smith) produziert hat, war meist besser als das Schaffen seiner Ex-Band ohne ihn. Zum Glück sind er und Smith nach diesem Album zu Iron Maiden zurückgekehrt.

Clutching At Straws

Marillion

Ich mochte Fish ohne Marillion immer lieber als Marillion ohne Fish; aber Marillion mit Fish mag ich noch lieber - und inzwischen mag ich auch Steve Hogarth sehr gerne.
Es macht übrigens großen Spaß, die Demos für das ursprünglich geplante Folgealbum auf der 2CD-Edition zu hören und zu überlegen, zu welchen Songs auf späteren Fish- und Marillion-Alben sich diese entwickelt haben.

Conor Oberst

Conor Oberst

Countdown To Extinction

Megadeth

Politisch würde ich Megadeth durchaus als kontrovers bezeichnen, aber musikalisch gehören sie einfach zum Besten, was Metal zu bieten hat - vor allem, seit sie mit "United Abominations" wieder zu alter Form zurückgefunden haben.

Country Life

Roxy Music

Ich erinnere mich, wie ich mal mit der Swingband zu einem Gig kam und gerade diese Platte lief - da sagte ich: "Ich gehe nicht nach Bryan Ferry auf die Bühne..."

Crusader

Chris De Burgh

Eine schöne und toll arrangierte Platte von dem Mann, der seinen Stammbaum angeblich bis zu Richard I., genannt "Löwenherz", zurückverfolgen kann - bisweilen ein bisschen kitschig, aber wen stört das ernsthaft...?

Deep

Peter Murphy

Destination Paradise

Fischer-Z

John (oder J.M.) Watts habe ich mal im SFB-Sendesaal gesehen, als er und Billy Bragg jeweils unter dem Motto "ein Mann und seine Gitarre" (oder so ähnlich) auftraten. Aber egal ob allein mit Gitarre oder Beatbox (wie auf "Bigbeatpoetry") oder mit Fischer-Z - der Name leitet sich übrigens von der Bezeichnung eines Wahrscheinlichkeitstests ab - ich mag Watts eigentlich immer sehr gern.

Different Class

Pulp

Man nehme etwas Bowie, etwas Roxy Music, eine Prise Pink Floyd und einen Schuss Elvis Costello - heraus kommt der Sound dieses Albums. "This Is Hardcore" und "We Love Life" sind fast genauso gut, aber eben nur fast...

Don't Try This At Home

Billy Bragg

Manch einer mag sich wundern, warum ich hier nicht "Life's A Riot" nenne, aber immerhin war dies mein allererstes Billy Bragg-Album!

The Drift

Scott Walker

Ein sehr sperriges Album, das eigentlich schon keine Popmusik mehr im engeren Sinne ist - aber wenn man nach drei- bis hundertmaligem Hören den Zugang gefunden hat, offenbart es sich als wahres Meisterwerk.

Factory Showroom

They Might Be Giants

Farewell Halloween 1995: Live From The Universal Amphitheatre

Oingo Boingo

Auf dieser Liveaufnahme klingen die Songs von Danny Elfman - der unter anderem auch die Musik zu fast allen Tim Burton-Filmen geschrieben hat - kraftvoller, als es die Studioaufnahmen vermuten lassen würden...

The Final Cut

Pink Floyd

Das letzte Album mit Roger Waters wurde auch am Stärksten von ihm dominiert - wenn ich nicht irre, hat er alle Songs geschrieben. In jedem Falle ein wunderbares Requiem nicht nur "for the Post War Dream" sondern auch für Pink Floyd - die allerdings mit "A Momentary Lapse Of Reason" bald wieder auferstehen sollten.

Flamingo

Brandon Flowers

Es lohnt sich, die Deluxe Edition zu erwerben, allein schon wegen des tollen Bonus-Tracks "The Clock Was Tickin'".

Flowers In The Dirt

Paul McCartney

Vielleicht war es die inspirierende Zusammenarbeit mit Declan Patrick Aloysius MacManus - besser bekannt als Elvis Costello - die dieses Album so gut machte, vielleicht war es auch Dave Gilmours Gitarre auf "We Got Married"...

Foreign Affair

Tom Waits

Sehr melancholische Musik, zu der man eigentlich unbedingt einen doppelten Whisky trinken muss...

Foxtrot

Genesis

Meine weiteren Favoriten der Band sind "Nursery Cryme", "Selling England By The Pound", "A Trick Of The Tail", "Duke" und (trotz vieler mediokrer Füllsongs) "We Can't Dance" - mit "The Lamb Lies Down On Broadway" kann ich wenig anfangen, obgleich es viele als das Genesis-Meisterwerk ansehen...

Franz Ferdinand

Franz Ferdinand

Diese CD gehört wohl zu den besten Debüt-Alben, die ich je gehört habe, vergleichbar vielleicht mit "Roxy Music" von der gleichnamigen Band, übrigens manchmal auch von Sound und Gestus her.

Goodbye Yellow Brick Road

Elton John

Sir Reginald Kenneth Dwight hat zwischenzeitlich viel Mediokres produziert, aber auch immer wieder sehr Gutes; und in den Siebzigern war er wirklich großartig. Es ist erfreulich, dass er sich seit "Songs From The West Coast" stilistisch und klanglich wieder stark an dieses Album angenähert und mit "The Captain And The Kid" ein ähnliches Level erreicht hat.

Gordon

Barenaked Ladies

Äußerst unterhaltsame Songs über die Stadt, Schule, Liebe, Yoko Ono und Reichtum...

The Great Western

James Dean Bradfield

Beim Erscheinen der Single "That's No Way To Tell A Lie" dachte ich noch: "Wozu macht der ein Solo-Album, wenn es dann doch wie die Manic Street Preachers klingt...?" Aber bereits die nächste Single zeigte, dass das Album doch anders ist - und ein Meisterwerk ist es noch dazu geworden.

Hearts and Bones

Paul Simon

Enthält mit "René and Georgette Margritte and their Dog after the War" einen meiner absoluten Lieblingssongs.

The Holy Bible

Manic Street Preachers

Hunky Dory

David Bowie

Ein wahrhaft grandioses Album. Es klingt wie eine Mischung aus Nilsson und Roxy Music - obwohl man der zeitlichen Logik zufolge eher sagen müsste, dass Roxy Music wie David Bowie klangen - und auch der Einfluss auf die frühen Genesis ist nicht zu überhören...

I'm Your Man

Leonard Cohen

Der Titelsong ist der einzige mit echtem Schlagzeug - dabei klingt es gerade hier am meisten nach Casio-Keyboard...

The Impossible Bird

Nick Lowe

Ein tolles Country-Album, allerdings sehr soulig und von einem Engländer...

Jarvis

Jarvis Cocker

Im Grunde klingt es so, wie man sich ein neues Pulp-Album vorstellen würde. Also grandios...

Jump!

Van Dyke Parks

Herrlich verspielte Songs mit grandiosen Orchestrationen von Lennie Niehaus - klingt (auch wegen Van Dyke Parks' Stimme) ein wenig nach Sesamstraße...

Kimono My House

Sparks

Sparks haben einen ziemlich britischen (wenn sie auch eigentlich Amerikaner sind) und zynischen Humor, den ich sehr schätze.

The Lexicon Of Love

ABC

Live After Death

Iron Maiden

Klassisches Live-Album der wohl klassischsten aller klassischen Metal-Bands...

Music For The Masses

Depeche Mode

Depeche Mode waren hier vom Sound und Songwriting her meines Erachtens auf dem Höhepunkt.

New York

Lou Reed

Ein ebenso boshaftes wie liebevolles Konzeptalbum über die einzige Stadt, die ich mir neben Berlin und Wien als Wohnsitz vorstellen könnte - obgleich sie erbärmlich nach Chlor stinkt. Herrlich ist, dass Lou Reed das ganze Album über die Statue of Liberty "Statue of Bigotry" nennt.

The Nylon Curtain

Billy Joel

In Komposition und Arrangement stark von den Beatles etwa der Magical-Mystery-Tour-Phase inspiriert.

Orange Crate Art

Brian Wilson & Van Dyke Parks

Im Grunde natürlich das zweite Van-Dyke-Parks-Album in dieser Liste, aber dank des prominenten Sängers trotzdem regelkonform...

Pet Sounds

The Beach Boys

Tolle Songs, tolle Produktion, tolle Version des Wall of Sound - nicht zu unrecht als eines der besten Werke der Populärmusikgeschichte gepriesen.

Phobia

The Kinks

Ray Davies hat einen meiner absoluten Lieblingssongs geschrieben: "Dedicated Follower Of Fashion". Der befindet sich zwar nicht auf diesem Album, aber es ist ansonsten ganz formidabel...

Pretzel Logic

Steely Dan

Queen II

Queen

Die ganze zweite Hälfte des Albums ist eine einzige verspielte Freddie Mercury-Orgie...

Regeneration

The Divine Comedy

Beim Konzert um Columbia Club im August 2004 kündigte Neil Hannon den einzigen Song von diesem Album an und sagte nach meinem Begeisterungsschrei: "Thank you to the five people who bought it..."
Scheinbar können viele Fans nichts mit dem stark nach Travis und Radiohead klingenden Werk anfangen - aber unter dem von Nigel Godrich verantworteten Sound liegen eben einfach ein paar von Neil Hannons großartigsten Songs verborgen.

Revolver

The Beatles

Dieses Album ist definitiv besser und revolutionärer (siehe Titel) als "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" - das fast so oft überbewertet wird wie Goethe und Jimi Hendrix zusammen...

Ringleader Of The Tormentors

Morrissey

Ein weiters Album, mit dem ich zuerst nichts anfangen konnte, dem ich aber etwa ein Jahr nach Erscheinen eine zweite Chance gab - nicht umsonst, wie das Auftauchen in dieser Liste zeigt...

Rock Island

Jethro Tull

Sam's Town

The Killers

Tolle Band, tolle Songs, toller Sound.

Social Studies

Loudon Wainwright III

Sehr zu empfehlen; witzige Songs über Raucher, den O.J. Simpson-Prozess, Weihnachten, den Golfkrieg, das Jahr-2000-Problem und vieles mehr...

Sparks of Ancient Light

Al Stewart

Witziger und wunderschöner Folkrock mit starkem Ohrwurmpotential, das Spätwerk von Al Stewart gefällt mir persönlich noch besser als seine Klassiker.

Synchronicity

The Police

Das letzte Album der Band war auch gleichzeitig das beste und abwechslungsreichste.

Ten Summoner's Tales

Sting

Ich mag auch "Soul Cages", "Mercury Falling" und "Brand New Day" sehr gerne, aber dieses Album ist Stings einziges ohne Schwachstelle - einziger Wehrmutstropfen ist, dass "It's Probably Me" in dem dicken Arrangement nicht so gut klingt wie die luftige Version mit Eric Clapton, die sich auf dem "Backdraft"-Soundtrack befindet.

Thunder & Consolation

New Model Army

Ich bevorzuge die 1987er CD-Version, weil da "White Coats" mit drauf ist, einer der besten Songs der Band überhaupt.

The Unauthorized Biography Of Reinhold Messner

Ben Folds Five

Eine der wenigen Rockbands, die ohne Gitarre auskommen - dafür spielt der Bass öfter mal verzerrt. Die Songs klingen wie eine laute Hommage an Barry Manilow und Billy Joel.

Us

Peter Gabriel

Seinen ersten vier Alben gab Peter Gabriel nur Nummern als Namen, und als er für den Titel endlich richtige Worte benutzte, hatten diese nur zwei Buchstaben: "So", "Us", "Up". Immerhin kann man so seine regulären Alben von Nebenprojekten wie "OVO" unterscheiden - denn das sind ja drei Buchstaben...
Viele Leute sind ja der Meinung, "Us" sei überproduziert und wenig transparent - das denke ich auch, aber für mich sind das in diesem Fall positive Attribute...
Mit dem Erscheinen von "Up" wäre "Us" beinahe aus dieser Liste verdrängt worden - aber eben nur beinahe.

Very

Pet Shop Boys

Eine der besten Popbands der Welt. Das orangefarbene Plastikcover mit den Noppen lässt einen die CD auch im Dunkeln ganz einfach finden... Mit "Yes" ist den Pet Shop Boys übrigens endlich ein ebenbürtiger Nachfolger gelungen!

Weißes Papier

Element Of Crime

Irgendjemand hat Sven Regener mal als den deutschen Bob Dylan bezeichnet - kein schlechter Vergleich meines Erachtens. "Ich nehm' deine Katze und schüttel' sie aus, bis alles herausfällt, was sie jemals aus meiner Hand fraß..."

Who's Next

The Who

Mein Lieblingsbassist und mein Lieblingsdrummer haben beide in dieser Band gespielt; es ist eine Schande, dass sie nun beide tot sind - they rest in peace. Wenn man Limp Bizkits furchtbare Version von "Behind Blue Eyes" gehört hat, macht es gleich nochmal soviel Spaß, das Original zu hören...

Yield

Pearl Jam

Tolle Songs, ruppiger Sound, wunderschönes Cover.

(seltsames Symbol)

Prince And The New Power Generation

Funky Music, Reggae, hübsche Balladen und vor allem "3 Chains O' Gold", eine wunderbare Hommage an "Bohemian Rhapsody" von Queen.